Tiramisu
Die berühmteste italienische Nachspeise ist immer noch das Tiramisu, also das “Zieh mich hoch”. Es gibt sehr viele verschiedene Möglichkeiten, ein Tiramisu vorzubereiten. Ein paar möchte ich hier vorstellen.
Zutaten:
- 200g Löffelbiskuits
- 500g Mascarpone
- 3 Eier
- 2 Päckchen Vanillinzucker
- ca. 2-8 cl Amaretto oder Cognac
- ca. 75g Zucker
- ein Gefäß
- Kakaopulver
- eine Tasse starken Kaffee oder Espresso
Die meisten Zutaten können nach dem persönlichen Geschmack bemessen werden. Mag jemand das Tiramisu süßer, so gibt er einfach mehr Zucker hinzu. Allerdings enthalten auch die Löffelbiskuits und der Amaretto viel Zucker!
Zubereitung der Mascarpone-Creme:
Die Eier in Eigelb und Eiklar trennen. Das Eigelb wird mit dem Vanillinzucker verrührt. Danach gibt man den Mascarpone hinzu. Gut verrühren.
Die Creme wird mit Amaretto aromatisiert. Ist keiner da, geht auch Cognac. In den meisten Rezepten sind 20-40ml angegeben, aber nach persönlicher Erfahrung schmeckt man diese geringe Menge später nicht mehr. Außerdem muss noch berücksichtigt werden, ob Kinder das Dessert essen – viel Alkohol hinzuzugeben ist da eher nicht empfehlenswert. Deshalb dosiert man die Menge nach Gefühl und Geschmack. Notfalls kann man den Amaretto auch ganz weglassen.
Das Eiklar wird (evtl. mit etwas Zucker) steif geschlagen und untergehoben.
Weitere Schritte:
Ein geeignetes Gefäß aussuchen. Normalerweise nimmt man eine Auflaufform, aus der man dann die einzelnen Portionen aussticht. Man kann aber auch vorportionierte Gläser benutzen. Der Vorteil daran ist, dass diese Lösung sehr sauber ist und dass man die einzelnen Schichten gut sieht.
Nun nimmt man die Tasse (starken) Kaffee. Er sollte bereits abgekühlt sein. Man kann auch hier Zucker und etwas Amaretto hinzugeben. Dann nimmt man die Löffelbiskuits und taucht sie an beiden Enden jeweils kurz in den Kaffee ein. Nicht zu lange, denn die Biskuits saugen den Kaffee schnell auf und zerbröseln dann. Auch wenn der Biskuit in der Mitte noch hart ist, hat das nichts zu sagen. Das wird sich noch ändern. Dann legt man die Biskuits noch in der Form aus. Eine andere Variante ist, die Biskuits noch im harten Zustand auszulegen und dann den Kaffee mit einem Löffel darüber zu verteilen.
Wenn der ganze Boden bedeckt ist, eine Schicht Mascarpone-Creme darübergeben. Über die Mascarpone-Creme wieder Löffelbiskuits verteilen usw. bis die Zutaten aufgebraucht sind. Die oberste Schicht besteht aus Mascarpone. Den Mascarpone pro Schicht so zu dosieren, dass er einem nicht bei der obersten Schicht ausgeht, ist Erfahrungssache. Als Ersatz kann man aber im Notfall auch Schlagsahne (mit Amaretto?) nehmen.
Nun stellt man das Tiramisu eine Nacht lang in den Kühlschrank. Zumindest vier Stunden sind für das Durchziehen einzuplanen. Die Oberfläche der Mascarpone-Creme kann etwas gelb werden. Dem kann man evtl. mit Frischhaltefolie entgegenwirken.
Vor dem Servieren bestreut man das Tiramisu noch mit Kakaopulver. Wenn keines vorhanden ist, einfach Kabapulver o.ä. benutzen. Gibt man das Kakaopulver schon direkt nach der Herstellung über das Tiramisu, so verliehrt es über Nacht seine pulvrige Konsistenz und bildet später nur noch eine braune Schicht im Mascarpone. Das schmeckt zwar auch nicht anders, sieht aber nicht schön aus.
Es lassen sich auch Frucht-Tiramisus zubereiten. Für ein Kirsch-Tiramisu nimmt man die abgetropften und entsteinten Kirschen und ersetzt eine Schicht Mascarpone damit. Anstatt Amaretto bietet sich hier Kirschwasser an.
Da im Tiramisu rohe Eier verarbeitet werden, besteht Salmonellengefahr. Deshalb: Schnell verzehren.
Guten Appetit!
Bild: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tiramisu_Fanes.jpg
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